Genf: Buchhändler des Vertrauens

Wenn man aus Berlin stammt, macht in der Schweiz alles, wirklich alles zu früh zu. Oder gar nicht auf. (Restaurationen haben zum Beispiel Sonntags oft gar nicht auf oder servieren erst ab halb acht Essen. [What?] Und nicht zu vergessen: Geschäfte machen Mittagspause, [How is that even possible?] Clubs in Zürich oder Lausanne machen am Wochenende um vier zu [Why?]… so was.)

Aber gleichzeitig ist es die Schweiz, nicht Berlin. Offenbar gibt es ein weites Vertrauen (letztes Jahr hab ich kurz über die Lesebänke in Chur und Arosa geschrieben, die auch auf diesem Grundvertrauen in die Ehrlichkeit und Selbstkontrolle der Menschen basiert). In Genf, wenn man unbedingt etwas zu lesen braucht, aber die Buchläden und Bibliotheken zu haben, kann man in den Durchgang neben einer Buchhandlung gehen und findet dies hier: Ein Regal mit mittelmässigen Second-Hand-Büchern mit (genferischen, also schweizerischen plus noch mal 30% oder so) Preisen auf der Innenseite und der Bitte, dass Geld in den Schlitz der Tür zu werfen. Sicher: Das findet sich auch anderswo, ein Bild aus West Virgina geht immer wieder einmal durchs Internet. Aber hier in der Schweiz irritiert das nicht einmal. Ist halt so.

Links der Eingang zu normalen Öffnungszeiten

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Rechts das Buchregal im Durchgang.

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Please pay as you leave.

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