Grenzen des Effizienzpotentials

[Neben anderen Tendenzen] steht Deutschland an erster Stelle betriebswirtschaftlicher Effizienz, auch die Weiterbildung ist und wird dieser Perspektive weiterhin unterzogen werden. Doch weitere Einsparungen verträgt das lebenslange Lernen in der Weiterbildung nicht, zumal wenn neben der Unterstützung beim lebenslangen Lernen auch neue individualisierte Lernformen und Konzepte entwickelt werden sollen. Es wird langfristig negative Auswirkungen haben, wenn unterbezahltes Personal angestellt werden muß. Das hier hervorstechende mangelnde oder nachlassende Interesse an Verantwortungsübernahme ist nach einigen Berichten auch in der Erstausbildung zu beobachten. Wenn diese Tendenzen sich tatsächlich realisieren würden und kein Widerstand und keine Einsicht dagegen Gehör findet, steuern wird nicht auf eine Weiterbildungsgesellschaft zu. Eher müssen wir mit einem Absinken de Qualifikationsniveaus für die breite Masse der Bevölkerung, bei gleichzeitigem Ansteigen der Anforderungen im Bereich der Hochqualifizierten, rechnen. Ein Konzept des selbstorganisierten lebenslangen Lernens könnte dann schnell in einen solchen Prozeß eingebunden werden. [Arnold, Rolf ; Gieseke, Wiltrud / Einleitung: Theorie und Praxis des lebenslangen Lernens, S. IX. – In: dies. [Hrsg.] / Die Weiterbildungsgesellschaft : Band 1 Bildungstheoretische Grundlagen und Perspektiven. – Neuwied ; Kriftel : Luchterhand, 1999, S. VII-XIII. – (Grundlagen der Weiterbildung)]

[Über die langfristigen Entwicklungen im britischen Hochschulbereich, insbesondere die beständig neu formulierten Evaluationsmethodiken] Now as it seems to me, the ’no standing still‘ conception of excellence flies in the face of experience. Sometimes things are as god as we are going to get them, and to recognize this is not a matter of complaceny but of realism. In fact, continuous enhancement may be an incoherent ideal. If we have realistic standards of what can be achived, then we should be able to achieve them. To achieve them is to have done the best we can, in which case there is no scope for still further ‚enhancement‘. Of course, we could resonably suppose this to be the case if what is at issue is not educational attainment, but customer satisfaction, and it is striking that in introducing Enhancement as a replacement for Quality Assurance, goverment ministers were quick to assert that student satisfaction would play an important part in its implementation. [Graham, Gordon / The Institution of Intellectual Values : Realism and Idealism in Higher Education. – Exeter : Imprint Academic, 2005, S. 79 – (St Andrews studies in philosophy and public affairs ; 5)]

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